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Medizin – Dosis und Wechselwirkungen
Wenn mit Einführung der Ökosteuer sich die Gesamtbelastung an Steuern und Abgaben nicht erhöht hätte, dann hätte ich dafür sogar Verständis. Tatsächlich lief es aber darauf hinaus, dass sich diese unter dem Strich doch deutlich erhöht hat. Statt die Probleme z.b. in der Rentenversicherugn anzupacken (wie z.B. die stark verbreitete Frühverrentung die nicht nur unbezahlbar ist, sondern die Betroffenen oft auch nicht gerade glücklich macht), lief es dann darauf hinaus, dass eben die Ökosteuer zusätzlich erhoben wurde anstatt eben irgendwelche Abgaben zu erhöhen. Und bei der hohen Gesamtbelastung (Steuern + Abgaben!!) ergeben sich daraus eben doch viele schädliche Nebenwirkungen. Ein anderer Punkt ist, dass es auch bei der Medizin auf die Dosis ankommt.So würde der von den Grünen mal geforderte Benzinpreis von 5 DM/l aktuell die Volkswirtschaft stark schädigen. Dies würde auf eine Überdosierung einer durchaus sinnvollen Medizin hinauslaufen (und so etwas kann auch schwere Schäden verursachen).(Wenn ich allerdings sehe wie viele Pseudo-Geländewagen inzwischen auf den Straßen herumfahren, frage ich mich allerdings schon ob es nicht doch Leute gibt bei denen 5 DM/l mindestens notwendig wären um sie zu einem resourcenschonenden Verhalten zu veranlassen). Ein anderer Punkt ist, dass die Ökosteuer zu sehr idiologisch auf das Auto sowie den Stromverbrauch ausgerichtet ist.Wenn man den Ölverbrauch reduzieren will (und sei es nur um abhängigkeiten zu verringern), dann gehört die Ökosteuer generell auf alle Mineralölprodukte (in ähnlicher Höhe) und nicht nur auf den Autokraftstoff. (so gäbe es gerade beim Heizöl größere Einsparmöglichkeiten, Isolierung, Sonnenkollektoren, Nachwachsende Rohstoffe etc.). Aber natürlich müsste dann der Durchschnittshaushalt (und darunter) im gleichen Maß an anderer Stelle entlastet werden. Und die Ökosteuer auf Strom ist sowieso unangeracht. Wenn man den Resourcenverbrauch vermindern will, dann gehören gleich die entsprechenden Prmärenergieträger besteuert, will man die umwelt schützen, dann gehören die Emissionen besteuert, aber es sollte nicht durch Steuern geregelt werden, wie die energie dann zum Einsatz kommt (es sei denn man will, dass man Maschinen durch Diesel- statt Elektromotoren antreibt u.ä.). Es bleibt allerdings das Problem, dass in gewissen Maß eine Ökosteuer auch nur zur Verlagerung des Energieverbrauch führt. Da tanken dann die LKWs inm güstigsten Land bei der Durchfahrt und energieintensive Betriebe wandern dorthin wo die Kosten niedrig sind (dies ist sogar sinnvoll, wenn umweltfreundliche Energie dort reichlich vorhanden ist, z.b. Wasserkraft in Norwegen), die Umwelt aber nicht davon profitiert sondern nur hier die Einnahmen zurückgehen. Das setzt extremen Alleingängen doch starke Grenzen,s elbst wenn diese in Einzelfällen durchaus sinnvoll wären. Insgesamt geht der Beitrag an der bundesdeutschen Realität vorbei wenn behauptet wird, dass die Ökosteuer keine Zusatzbelastung wäre. Und wenn man schon die Umwelt durch wirtschaftliche Anreize fördern will, dann sollte man das wirtschaftliche Prinzip auch auf die Förderung regenerativer Energien anwenden. Anstatt Strom aus Solarzellen viel stärker zu fördern als Wind- oder gar aus Biogas sollte man die Förderung ausschreiben. Und wer die geringsten Zuschüsse pro kW benötigt der wird entsprechend gefördert (bei einem festen Betrag kann man dadurch mehr bezw. effektiver fördern als beim jetzigen Förderdickicht.